{"id":1184,"date":"2019-09-19T18:12:21","date_gmt":"2019-09-19T18:12:21","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoknaus.ch\/mk\/?p=1184"},"modified":"2019-09-19T18:16:01","modified_gmt":"2019-09-19T18:16:01","slug":"so-nutzen-kinder-das-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoknaus.ch\/mk\/?p=1184","title":{"rendered":"So nutzen Kinder das Internet"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>leibniz-hbi.de\u00a0| spiegel.de<\/strong>\u00a0<strong>\u25cf<\/strong>\u00a0\u00ab9 Prozent der 9- bis 17- J\u00e4hrigen haben in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten im Internet f\u00fcr sie schlimme oder gar verst\u00f6rende Erfahrungen gemacht. Fragt man nach einzelnen Risikobereichen, fallen die Anteile jedoch h\u00f6her aus. Das bedeutet, dass Kinder durchaus im Internet mit negativen Dingen in Ber\u00fchrung kommen, dass der Gro\u00dfteil jedoch nicht alles als schlimm wahrnimmt bzw. damit offensichtlich umgehen kann. Die 9 Prozent, die negative Erfahrungen gemacht haben, be- n\u00f6tigen jedoch besondere Hilfestellung, wie sie mit diesen umgehen und an wen sie sich wenden k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das, was Erwachsene besorgt und als Risiken wahrnehmen \u2013 z. B. dass sich die Kinder mit Personen treffen, die sie online kennengelernt haben oder der Kontakt mit sexuellen Darstellungen \u2013 scheint f\u00fcr viele Kinder normaler Bestandteil ihrer Online-Welt bzw. Online-Nutzung zu sein. Das Social Web ist f\u00fcr sie ein Ort bzw. Angebot, um sich mit Gleichgesinn- ten auszutauschen, zu vernetzen und zu treffen oder auch, um sich \u00fcber Themen zu informieren, die sie besch\u00e4ftigen (z. B. Sexualit\u00e4t) und zu denen sie viel- leicht niemanden fragen k\u00f6nnen oder m\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberdies zeigt sich, dass es Unterschiede zwischen Eltern und Kindern hinsichtlich des Risikobewusstseins gibt. Nicht alle Heranwachsenden hei\u00dfen es beispielsweise gut, wenn ihre Eltern ungefragt Bilder von ihnen online ver\u00f6ffentlichen und verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eltern sind zudem \u2013 insbesondere f\u00fcr die J\u00fcngeren \u2013 immer noch wichtige Ansprechpartner, auch bei me- dienbezogenen Themen. Mit zunehmendem Alter wenden sich die Heranwachsenden verst\u00e4rkt an ihre Peers. Medienp\u00e4dagogische Unterst\u00fctzungsangebote sollten daher nicht nur an Eltern gerichtet sein, sondern auch Peer-to-Peer-Ans\u00e4tze ber\u00fccksichtigen. Eltern sollten hingegen an ihre Vorbildfunktion erinnert werden und ihre eigenes Mediennutzungsverhalten reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass knapp ein Viertel Erfahrungen mit gemeinen Verhaltensweisen gemacht hat, der Gro\u00dfteil (92%) davon offline, 66 Prozent online. Pr\u00e4ventions- und Interventionsma\u00dfnahmen in diesem Bereich sollten entsprechend immer auch den Offline-Kontext mitber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Onlinenutzung geht nicht nur mit m\u00f6glichen inhaltlichen, interaktionsbezogenen oder kommerziellen Risiken einher, sondern auch mit einer Ausweitung der Nutzungsdauer und damit einhergehenden&nbsp;negativen Folgen. Fast die H\u00e4lfte der befragten Kinder und Jugendlichen gibt an, sich zu langweilen, wenn sie nicht online sein k\u00f6nnen. Bemerkenswert ist, dass etwas mehr als ein Viertel offensichtlich erfolglos versucht hat, die eigene Onlinenutzung zu reduzieren. Hier w\u00e4ren Ans\u00e4tze hilfreich, die Heran- wachsende bei der Selbstregulierung ihrer Mediennutzung unterst\u00fctzen. In diesem Zusammenhang haben auch die Eltern eine wichtige Vorbildfunktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich verweisen die Befunde auch darauf, dass die Bildungs- und Partizipationsm\u00f6glichkeiten der Onlinemedien noch nicht ausgesch\u00f6pft werden und dass die Heranwachsenden auch seitens der Eltern und P\u00e4dagogen offensichtlich noch zu wenig Anregung erfahren. Auch wenn der vorliegende Bericht eine Vielzahl an m\u00f6glichen Risiken in den Blick nimmt, sollten die Potenziale der digitalen Medien f\u00fcr Bildung und Teilhabe nicht au\u00dfer Acht gelassen und auch in der medienp\u00e4dagogischen Arbeit ber\u00fccksichtigt werden.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/eur01.safelinks.protection.outlook.com\/?url=www.leibniz-hbi.de%2Fuploads%2Fmedia%2FPublikationen%2Fcms%2Fmedia%2Fs3lt3j7_EUKO_Bericht_DE_190917.pdf&amp;data=02%7C01%7C%7C10638c62f6ff4aca6f0508d73c18a845%7C2a185271160e4f83bc48de23e86ed4ea%7C0%7C1%7C637043948923431211&amp;sdata=oTcgA8q8wxaU6%2B%2FOZhmUgYtWzog8XJ33tYRKMIlXlT0%3D&amp;reserved=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erhebung des Hamburger Leibniz-Instituts f\u00fcr Medienforschung<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/studie-zum-online-alltag-wie-kinder-das-internet-nutzen-a-1287588.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">So nutzen Kinder das Internet<\/a> (Spiegel online)<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>leibniz-hbi.de\u00a0| spiegel.de\u00a0\u25cf\u00a0\u00ab9 Prozent der 9- bis 17- J\u00e4hrigen haben in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten im Internet f\u00fcr sie schlimme oder gar verst\u00f6rende Erfahrungen gemacht. 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